Auf diese Dinge sollten Lipödem-Erkrankte stolz sein

Lilly Rapprich
December 28, 2023

Der Weg mit Lipödem ist lang und mühselig. Da sieht eine Betroffene eher die Probleme und Herausforderung statt ihrer Errungenschaften. Das soll sich jetzt ändern! Erfahre hier, auf welche Dinge du stolz sein solltest.

Mit dem nötigen Optimismus durch das Leben zu gehen ist nicht einfach, vor allem wenn man mit einer chronischen Erkrankung zu kämpfen hat. Bis heute gilt Lipödem als nicht heilbar, die Krankheitsverläufe sowie Beschwerden sind unterschiedlich und die Therapie erfordert eine Menge Selbstmanagement, körperlich wie seelisch. Das klingt nach schlechten Aussichten und kann schnell übergehen in einen allgemeinen Frust. Viele Betroffene sprechen davon, dass sie durch die täglichen Schmerzen und die damit eingeschränkte Lebensqualität auch schnell seelisches Leid verspüren. Allerdings lohnt es sich neben den täglichen Hürden auch zu beobachten, was man alles schon hinter sich hat und worauf man stolz sein kann.

Der Weg zum Arzt

Der erste Punkt, an dem du lernen kannst, dich wieder selbst aufzubauen, ist der Anfang, und zwar der Weg zur ersten Diagnose. Du hast gemerkt, dass etwas mit deinem Körper nicht stimmt, und hast beschlossen, dir helfen zu lassen. Dabei bist du vielleicht erstmal auf wenig Verständnis gestoßen. Dadurch, dass viele Ärzte und Ärztinnen noch kaum mit dem Krankheitsbild des Lipödems vertraut sind, tun sie das gerne ab und raten zu einer Diät oder zu mehr Bewegung.

Doch nicht nur auf ärztlicher Seite konntest du nicht ernst genommen werden: auch im Familien- oder Freundeskreis gab es vielleicht Probleme oder Unverständnis, weil niemand aufgeklärt ist über die Symptome eines Lipödems und es deswegen mit Übergewicht verwechselt. Aber es hilft, sich an den Moment der ersten Diagnose zu erinnern.

Betroffene berichten, dass es sie sehr erleichtert hat, als sie von ihrer Diagnose erfahren haben, da sie ihnen Klarheit gebracht hat und sie sich endlich ernstgenommen gefühlt haben. Es heißt nicht mehr „Ich bin zu dick und muss Diät machen“, sondern „Ich habe eine Erkrankung, bei der ich unkontrolliert an Gewicht zunehme“. Es wurde Ihnen geholfen und sie wussten besser, damit umzugehen, anstatt an kaum helfenden Diäten zu verzweifeln. Also kannst du stolz sein, dass du den richtigen Weg eingeschlagen hast.

Der Weg mit der Therapie

Egal, wie groß der Fortschritt ist, den du mit der Therapie bis jetzt gemacht hast: du bist mit dem Wissen über deine Erkrankung und der nötigen Unterstützung von deinem Arzt oder Ärztin schon zwei Schritte weiter als vor der Diagnose. Du nutzt die Mittel, die dir gegeben sind, um mit den täglichen Beschwerden möglichst zurechtzukommen. Das beweist unglaublich viel Stärke und Aufrichtigkeit.

Dabei darf man auch nicht vergessen, dass du deine Therapie zusätzlich zu allen anderen Hürden des Alltags bewältigst. Ob es um lange körperliche Arbeit geht, Freizeitaktivitäten oder in manchen Fällen auch das Mutterdasein: das Lipödem begleitet eine Betroffene überall hin. Deswegen sollte es dich enorm stolz machen, dass du versuchst, mit deiner Routine so gut wie möglich weiterzumachen und eine baldige Besserung der Beschwerden zu glauben.

Der Weg der Aufklärung

Wie vorhin schon erwähnt: das Lipödem ist eine wenig bekannte und erforschte Erkrankung, die oft mit Übergewicht verwechselt wird. Deswegen stehen wir von LipoCheck für die nötige Aufklärung und bessere medizinische Unterstützung für Betroffene. Jedoch trägst auch du einen großen Teil zur Aufklärung bei: denn du informierst dich und deine Mitmenschen über dieses Krankheitsbild. Damit bringst du dich nicht nur selbst weiter, sondern du leistest einen gesellschaftlichen Beitrag und hilfst anderen Frauen mit Lipödem, die noch nicht damit umzugehen wissen. Du kannst stolz darauf sein, wie viel du für eine bessere Zukunft in der Frauengesundheit schon geleistet hast.

So stärken Frauen sich gegenseitig

Auf dem Weg mit Lipödem fühlt sich als Betroffene nichts schöner an, als wenn man weiß, dass man mit der Krankheit nicht alleine ist. Rund 10% aller Frauen weltweit sind betroffen, statistisch gesehen ist eine andere Lipödem-Patientin also nicht weit von dir. Also hilft es, sich nicht nur die medizinische Unterstützung vom Arzt oder der Ärztin einzuholen, sondern auch den Kontakt zu anderen Betroffenen zu suchen und sich mit ihnen auszutauschen.

Du kannst fragen, wie die Andere mit den Beschwerden zurechtkommt, was für Hürden sie im Alltag hat und wie sie die bewältigt. Im Austausch und auch im gegenseitigen Mutmachen können Frauen es zu mehr Akzeptanz und somit zu mehr Optimismus mit ihrer Erkrankung bringen. In diesem Sinne : Setze unser Motto „Gemeinsam stark“ direkt in die Tat um!

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