Key Takeaways
Ein qualifizierter Lipödem-Spezialist erfüllt die strengen Kriterien der G-BA-Richtlinie, z.B. durch den Nachweis von mindestens 50 Operationen.
Vor einer operativen Therapie ist eine mindestens 6-monatige konservative Behandlung (KPE) erforderlich und muss dokumentiert werden.
Ab dem 1. Januar 2026 ist die Liposuktion bei Lipödem eine Regelleistung der Krankenkassen, sofern die G-BA-Voraussetzungen erfüllt sind.
Die Suche nach einem qualifizierten Lipödem-Spezialisten fühlt sich oft überfordernd an. Wartezeiten von bis zu 12 Monaten bei Fachärzt:innen sind keine Seltenheit, und die Unsicherheit, wer wirklich helfen kann, ist groß. Doch es gibt klare, offizielle Qualitätsmerkmale, die dir Orientierung geben. Dieser Artikel zeigt dir, wie du qualifizierte Fachärzt:innen nach den Vorgaben der G-BA-Richtlinie erkennst, welche Schritte für eine gesicherte Diagnose notwendig sind und wie digitale Lösungen wie der LipoCheck DocReport deinen Versorgungsweg entscheidend beschleunigen können. Du erhältst einen klaren Fahrplan für mehr Selbstwirksamkeit und Kontrolle.
Qualitätsmerkmale eines Lipödem-Spezialisten definieren
Die Wahl der richtigen Fachärzt:innen ist der erste Schritt auf deinem Therapieweg. Ein echter Lipödem-Spezialist erfüllt die strengen Anforderungen der Qualitätssicherungs-Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA). Für die Diagnosestellung sind Fachärzt:innen für Phlebologie, Lymphologie oder auch Angiologie die richtigen Ansprechpartner:innen. Sie müssen eine mindestens 6-monatige konservative Therapie begleiten, bevor eine Operation in Betracht gezogen wird. Die operative Durchführung erfordert eine separate Qualifikation, die das Vier-Augen-Prinzip sicherstellt.
Ein qualifizierter Operateur oder eine Operateurin muss eine erhebliche Erfahrung nachweisen. Die G-BA-Richtlinie fordert mindestens 50 selbstständig durchgeführte Liposuktionen bei Lipödem oder 20 Eingriffe unter Anleitung. Diese Zahlen garantieren ein hohes Maß an Routine und Sicherheit. Du kannst diese Qualifikationen oft auf der Website der Praxis oder Klinik einsehen oder direkt erfragen. Eine transparente Kommunikation über die eigene Erfahrung ist ein gutes Zeichen für einen vertrauenswürdigen medizinischen Experten. Diese Spezialisierung stellt sicher, dass die Behandlung über eine rein ästhetische Maßnahme hinausgeht.
Den Diagnoseprozess strukturiert angehen
Eine gesicherte Diagnose ist die Basis für jede weitere Behandlung. Der Weg dorthin folgt einem klaren, mehrstufigen Prozess. Zuerst muss eine konservative Therapie über einen Zeitraum von mindestens sechs Monaten durchgeführt und lückenlos dokumentiert werden. Diese umfasst in der Regel die Komplexe Physikalische Entstauungstherapie (KPE), zu der vor allem Kompressionstherapie und Bewegung gehören. Manuelle Lymphdrainage (MLD) kann optional dazukommen. Diese Phase dient dazu, die Symptome zu lindern und die Notwendigkeit eines operativen Eingriffs zu prüfen.
Die Diagnose und die Indikationsstellung für eine Liposuktion müssen nach dem Vier-Augen-Prinzip erfolgen. Das bedeutet, die diagnostizierenden Fachärzt:innen und die späteren Operateur:innen sind zwei unterschiedliche Personen. Dies sichert eine objektive Bewertung deines individuellen Befundes. Ein digitaler Service wie der LipoCheck DocReport kann hier eine wichtige Rolle spielen. Er liefert dir für 48,26 € eine offizielle fachärztliche Telediagnose und beschleunigt so den ersten Schritt zur Lipödem-Diagnose erheblich. So bereitest du die nächsten Schritte im Versorgungssystem optimal vor.
Behandlungsoptionen und Kostenübernahme ab 2026 verstehen
Die Behandlung des Lipödems basiert auf einem ganzheitlichen Ansatz. Die konservative Therapie bleibt eine tragende Säule, auch nach einer Operation. Sollte diese über 6 Monate nicht zur gewünschten Linderung führen, kann eine Liposuktion eine wirksame Option sein. Hierbei ist nur die Tumeszenz-Technik (z.B. mit Vibrationskanülen) zulässig, bei der maximal maximal 10% des Körpergewichtes Fett pro Eingriff entfernt werden dürfen. Größere Absaugmengen von über 3000 ml erfordern eine stationäre überwachung von mindestens 12 Stunden.
Eine wichtige Neuerung tritt ab dem 01.01.2026 in Kraft: Die Liposuktion bei Lipödem ist dann eine Regelleistung der gesetzlichen Krankenkassen. Das bedeutet, bei Erfüllung der G-BA-Richtlinienvoraussetzungen ist kein separater Antrag bei der Krankenkasse mehr nötig. Die Abrechnung erfolgt direkt über die behandelnde Klinik oder Praxis. Dies vereinfacht den Prozess für Millionen betroffener Frauen und reduziert die bürokratischen Hürden auf dem Weg zur operativen Therapie erheblich. Die genauen Abrechnungsziffern werden noch veröffentlicht.
Digitale Werkzeuge zur Beschleunigung des Versorgungsweges nutzen
Angesichts von Wartezeiten von bis zu 12 Monaten auf einen Termin bei einem Lipödem-Spezialisten bieten digitale Lösungen eine wertvolle Unterstützung. Der LipoCheck DocReport ist eine offizielle fachärztliche Telediagnose, die du 24/7 von zu Hause aus nutzen kannst. Du lädst einfach Fotos hoch, füllst einen Fragebogen aus und erhältst zeitnah einen Arztbrief mit Therapieempfehlung für einmalig 48,26 €. Dieser Befund dient der Orientierung und kann den Weg zur weiteren Behandlung beschleunigen.
Der DocReport erfüllt eine wichtige Funktion im Rahmen des geforderten Vier-Augen-Prinzips. Er liefert eine fundierte Erstdiagnose von spezialisierten Fachärzt:innen und schafft eine solide Grundlage für das Gespräch mit deinem weiterbehandelnden Arzt oder Operateur. Für die anschließende Therapie und das Selbstmanagement unterstützt dich die LipoAlly-App, die von vielen Partnerkrankenkassen übernommen wird. So gewinnst du schneller Klarheit und Kontrolle über deinen individuellen Therapieweg.
Die Inhalte ersetzen keine ärztliche Diagnose oder Behandlung. Rechtliche/regulatorische Vorgaben (z. B. des G-BA) können sich ändern. Maßgeblich sind die individuelle ärztliche Beratung und die aktuell gültigen Richtlinien. Stand der Angaben: 23.12.2025.
More Links
Die AWMF stellt die offizielle S2k-Leitlinie zum Lipödem als PDF-Dokument bereit, die detaillierte Empfehlungen für Diagnose und Therapie enthält.
Auf der Registerseite der AWMF finden Sie umfassende Detailinformationen zur S2k-Leitlinie Lipödem, einschließlich der Entwicklung und beteiligten Fachgesellschaften.
Die Deutsche Dermatologische Gesellschaft bietet auf ihrer Webseite Informationen zur S2k-Leitlinie Lipödem, die für Dermatolog:innen und Patient:innen relevant sind.
Die Gesellschaft Deutschsprachiger Lymphologen stellt auf ihrer Seite Leitlinien zum Lipödem zur Verfügung, die den aktuellen Stand der Wissenschaft und Therapieempfehlungen widerspiegeln.
Über die Arztsuche der Deutschen Gesellschaft für Phlebologie können Sie qualifizierte Fachärzt:innen für Venenheilkunde finden, die auch bei Lipödem kompetent beraten können.
Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) informiert in dieser Pressemitteilung über wichtige Entscheidungen und Neuerungen bezüglich der Behandlung des Lipödems.
Das Bundesgesundheitsministerium veröffentlicht hier eine Meldung zum Lipödem, die Einblicke in politische und gesundheitspolitische Aspekte der Erkrankung gibt.
Das Ärzteblatt berichtet in diesem Artikel über die Entscheidung, die Liposuktion bei Lipödem für alle Stadien als Regelleistung der Krankenkassen einzuführen.
FAQ
Wie erkenne ich, ob ein Arzt wirklich auf Lipödem spezialisiert ist?
Prüfe die Qualifikationen auf der Website der Praxis oder frage direkt nach. Ein spezialisierter Operateur sollte die Anforderungen der G-BA-Richtlinie erfüllen, z.B. den Nachweis über mindestens 50 selbstständig durchgeführte Liposuktionen bei Lipödem. Für die Diagnose sind Fachärzt:innen der Phlebologie oder Lymphologie die richtigen Ansprechpartner:innen.
Kann ich den DocReport als offizielle Diagnose für die Krankenkasse nutzen?
Der DocReport ist eine offizielle fachärztliche Telediagnose, die dir eine fundierte Ersteinschätzung und Orientierung gibt. Er beschleunigt deinen Versorgungsweg und dient als wichtige Grundlage für die weiteren, eventuell notwendigen Präsenzuntersuchungen und Gespräche mit deiner Krankenkasse oder dem Operateur.
Was passiert, wenn mein BMI über 35 liegt?
Gemäß der G-BA-Richtlinie ist eine Liposuktion als Kassenleistung bei einem BMI von über 35 kg/m² in der Regel nicht vorgesehen. Bei einem BMI zwischen 32 und 35 kg/m² ist eine Operation nur unter bestimmten Bedingungen möglich, etwa wenn keine Gewichtszunahme in den letzten 6 Monaten stattgefunden hat. Die Entscheidung trifft immer die ärztin oder der Arzt im Gesamtkontext.
Muss ich immer eine Manuelle Lymphdrainage (MLD) machen?
Nein, die Manuelle Lymphdrainage (MLD) ist ein optionaler Bestandteil der konservativen Therapie. Die S2k-Leitlinie und die G-BA-Richtlinie sehen sie nicht als zwingend erforderlich an. Kern der konservativen Therapie sind Kompression und Bewegung.
Was kostet der LipoCheck DocReport?
Der DocReport wird nach der Gebührenordnung für ärzte (Goä) abgerechnet und kostet einmalig 48,26 €. Du erhältst dafür einen offiziellen Arztbrief mit einer fachärztlichen Einschätzung und einer Therapieempfehlung.
Was ändert sich 2026 genau bei der Kostenübernahme der Liposuktion?
Ab dem 1. Januar 2026 wird die Liposuktion zur Regelleistung. Das bedeutet, du musst keinen Antrag mehr bei deiner Krankenkasse stellen und auf eine Entscheidung warten. Wenn die medizinischen Voraussetzungen der G-BA-Richtlinie erfüllt sind, kann die Leistung direkt mit der Kasse abgerechnet werden.





