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Rundstrick oder Flachstrick?

Was ist der Unterschied zwischen rundgestrickten und flachgestrickten Kompressionsstrümpfen?
Rundgestrickte Kompressionsstrümpfe werden mit einer Strickmaschine hergestellt, die in jede Zeile immer die gleiche Zahl an Maschen knüpft. Bei kleinen Umfängen am Bein entsteht ein kleinerer Druck, bei größeren Umfängen wird der Druck größer. Bei großen Umfangsdifferenzen können rundgestrickte Kompressionsstrümpfe einschnüren. Flachgestrickte Kompressionstrümpfe werden auf einer Flachstrickmaschine hergestellt und dann maßgefertigt zusammengenäht. Daher hat eine Flachstrick-Versorgung immer eine Naht.

Wann werden rundgestrickte und wann flachgestrickte Kompressionsstrümpfe empfohlen?
Rundgestrickte Kompressionsstrümpfe werden bei Venenleiden (z.B. Krampfadern) oder beim Lipödem im Stadium I verordnet. Sie sind in der Regel dünner und komfortabler zu tragen. Bei größeren Umfangsunterschieden an den Beinen sollte flachgestrickt nach Maß versorgt werden, da rundgestrickte Strümpfe einschneiden. Eine Flachstrick-Versorgung ist beim Lipödem im Stadium II und III sowie beim Lymphödem erforderlich. Grundsätzlich ist eine Kompressionsversorgung nur sinnvoll, wenn tatsächlich ein Ödem durch Nachweis der Dellbarkeit vorliegt. Gelegentlich hilft Kompression auch gegen Schmerzen. Hier kommt es auf einen Therapieversuch an. Unabhängig von der Strickart ist die Kompressionsklasse. Sie gibt den Druck an, den der Strumpf auf das Gewebe ausübt. In der Regel wird für Lipödem die Kompressionsklasse 2 (CCL2) verordnet.

Über den Autor

Dr. med. Stefan Rapprich

Dr. Stefan Rapprich ist im Team der Hautmedizin Bad Soden insbesondere ausgewiesener Experte für das Thema Lipödem. Seiner Facharztausbildung für Dermatologie und Phlebologie sowie der daran anknüpfenden Tätigkeit als leitender Oberarzt an der Hautklinik Darmstadt folgte 2015 der Einstieg in die Hautmedizin Bad Soden. Daneben übte er eine Lehrtätigkeit an der TU Darmstadt aus, ist Mitglied im Prüfungsausschuß bei der Landesärztekammer Hessen und wirkte gleichzeitig an verschiedenen renommierten Kliniken. Er ist aktiv in verschiedenen medizinischen Fachgesellschaften als gefragter Referent zum Thema Lipödem und Liposuktion tätig. Er ist Vorsitzender der AG Lipödem der Deutschen Gesellschaft für Phlebologie und Vorstandsmitglied der Lipödem-Gesellschaft e.V. Dr. Rapprichs Tätigkeitsschwerpunkte sind die operative Dermatologie, insbesondere die die Behandlung von Lipödem, Liposuktion, Tumorchirurgie, übermäßiges Schwitzen/Hyperhidrosis, Narbenbehandlung) und die Phlebologie, d.h. die Behandlung von Venenerkrankungen.

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